Mi, 9. November 2022, 16 und 18 Uhr
Do, 10. November 2022, 10 Uhr

Gedenkfeier für die Opfer der NS-Diktatur

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten überall in Deutschland Synagogen. Auch in Oberdollendorf wurde das jüdische Gotteshaus zerstört. Den staatlich befohlenen und von den Anhängern der Nationalsozialisten organisierten Brandstiftungen folgte die systematische Verfolgung der jüdischen Bevölkerung durch die NS-Diktatur.

Um an diese schrecklichen Ereignisse in der Pogromnacht zu erinnern, findet am Mittwoch, den 9. November 2022 um 16 Uhr an der Stelle der ehemaligen Synagoge an der Heisterbacher Straße 116 in Oberdollendorf ein Gedenken mit einer Kranzniederlegung durch den Bürgermeister der Stadt Königswinter statt.

Ebenfalls am 9. November um 18 Uhr gedenkt die Stadt Königswinter in einer offiziellen Veranstaltung im Siebengebirgsmuseum den Schicksalen der jüdischen Menschen, die Opfer der NS-Diktatur wurden. Nach einer Ansprache des Bürgermeisters Lutz Wagner erinnern Schülerinnen und Schüler des CJD an die Schicksale der jüdischen Bevölkerung in Königswinter. Danach spricht Gabriele Wasser vom Jüdischen Lehrraum im Brückenhofmuseum über das Thema „Erinnern und Gedenken“. Die Gedenkfeier wird von Gudrun Höbold (Violine) und Johannes Geffert (Klavier) musikalisch mit Werken jüdischer Komponisten umrahmt.

Am Donnerstag, den 10. November 2022 werden in der Königswinterer Altstadt Stolpersteine verlegt, mit denen der Künstler Gunter Demnig überall in Europa den verfolgten, ermordeten und geflüchteten Opfern des NS-Diktatur ein Zeichen setzt:Um 10 Uhr werden in der Grabenstraße 16 Stolpersteine ins Straßenpflaster von Königswinter eingelassen. Mit diesen Steinen wird der Geschwister Selma und Mathilde Leopold erinnert, die ihr Wohn- und Gasthaus aufgeben mussten und nach Bonn zwangsumgesiedelt wurden. Der drohenden Deportation versuchten die Geschwister durch den Freitod zu entkommen, scheiterten aber. Selma wurde in Treblinka und Mathilde in Theresienstadt ermordet. 

 

Sa, 5. November 2022, 15 Uhr

Familienführung

Von Eseln und Drachen und andere Geschichten

Wieso sind im Museum Esel zu sehen? Und was macht der Drache auf dem Drachenfels? Und wie sah vor 150 Jahren ein perfekter Ferientag im Siebengebirge aus?
Das Siebengebirgsmuseum lädt Familien zu einer spannenden Entdeckungsreise durch die Geschichte des Siebengebirges ein, bei der auch Märchen vorgelesen werden. Im Anschluss an die Führung können die Kinder gemeinsam mit den Erwachsenen kreativ werden.

Eintritt und Führung frei
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Anmeldung erforderlich bis Freitag, 4. November 2022 telefonisch unter 02223/3703 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Fr, 4. November 2022, ab 14 Uhr

Brotbacken

Steinofenbrot aus dem Königswinterer Ofen

Jahrhundertelang war der Bau von Backöfen ein wichtiger Erwerbszweig in Königswinter. Das Siebengebirgsmuseum besitzt einen solchen historischen Backofen, in dem regelmäßig leckeres Steinofenbrot gebacken wird.

Ablauf:
ca. 14.30 Uhr Einschießen der Brote
ca. 15.30 Uhr Ausbacken und Abgabe der Brote, solange der Vorrat reicht. Vorbestellung für maximal zwei Brote ist möglich.

 

So, 30. Oktober 2022, 15 Uhr

Führung

Das Siebengebirgsmuseum: Landschaft – Geschichte – Rheinromantik

Die Entstehung der Landschaft, der Steinabbau, der Tourismus und die Geschichten der Menschen aus dem Siebengebirge sind die Themen, die in einer kurzweiligen Führung durch die Dauerausstellung vorgestellt werden. Besondere Highlights sind das Modell eines riesigen Holländerfloßes und die romantischen Bilder vom Rhein.

Kostenbeitrag: 7,00 Euro / Person (inkl. Eintritt; ermäßigt: 5,50 Euro)
Dauer: ca. 1 Stunde

Do, 27. Oktober 2022, 18 Uhr

Vortrag

Zwischen Sankt Martin und Halloween.
Lebendiges Kulturerbe im Rheinland

Die Arbeit der Abteilung Alltagskultur und Sprache im LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte – vorgestellt von Dr. Lisa Maubach, Leiterin der Abteilung Alltagskultur und Sprache, LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte

Die dunkle Jahreszeit rückt näher, der November bricht an. Da heißt es dann wieder „Sankt Martin, Sankt Martin“ oder „Zink Mätes, Zink Mätes“. Der Gedenktag des Heiligen Martin am 11. November ist mit vielen unterschiedlichen Bräuchen verknüpft. Seit wann feiern wir eigentlich im Rheinland den Heiligen Martin mit Laterne, Umzug und Gesang? Hat sich das Fest im Laufe der Jahre verändert? Welche Auswirkungen haben dabei jeweils gesellschaftliche, politische oder auch pandemische Entwicklungen? Welche Feste sind in den letzten Jahrzehnten hinzugekommen, z. B. Halloween? Sind auch welche verschwunden?

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Abteilung Alltagskultur und Sprache im LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte gehen diesen und anderen Fragen in ihrer täglichen Arbeit nach. Sie beobachten, beschreiben und dokumentieren die Entwicklungsgeschichten und interessieren sich besonders für die Veränderungsprozesse bei Bräuchen und Ritualen. Im Vortrag werden Themen und Methoden dafür vorgestellt und die Entwicklungsgeschichte(n) von Sankt Martin und Halloween anhand von historischen Fotografien und Filmbeispielen aufgezeigt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind herzlich eingeladen, auch eigene Geschichten und Erinnerungsgegenstände zum Sankt Martins Fest mitzubringen.

Veranstaltung des Heimatvereins Siebengebirge e. V.

Die Veranstaltung ist kostenfrei.